Home
Wir über uns
Geschichte
Festrede 40 Jahre
Schulinspektion 2011
Aktuelles
Förderbedarf Lernen
Schwerpunkte
Schülerfirmen
Freizeitangebote
Projekte
Termine
Galerie
So finden Sie uns
Förderverein
Impressum
Kontakt-Formular

Festrede zur 40 Jahr Feier

 

 

Ich begrüße Sie zur 40-Jahr-Feier der Schule am Zwickauer Damm. Ich freue mich, dass so viele gekommen sind, besonders hervorheben möchte ich die Anwesenheit von Frau Dr. Giffey, der neuen für uns zuständigen Stadträtin, die gleich noch das Wort an uns richten wird. Ich bin auch sehr froh darüber, dass ein ehemaliger Schüler und eine heutige Schülerin den Wunsch hatten, etwas über ihre Sicht auf unsere Schule und ihre Zeit hier zu erzählen.  

Über die historischen „Fakten“ wird uns Frau Gruska berichten, die dies als Kollegin, die seit 38 Jahren an der Schule am Zwickauer Damm arbeitet, viel authentischer und unterhaltsamer gestalten kann als ich, die erst 2002 an diese Schule wechselte und damit noch relativ neu ist.

 Im Anschluss daran werden die Schülerinnen und Schüler die Epochen der Schule künstlerisch darstellen und danach laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein und würden uns freuen, wenn Sie die Zeit haben zu verweilen und mit uns über vergangene und zukünftige Zeiten zu plaudern.

 Als ich mich auf diese Ansprache vorbereitete, stellte ich mir zunächst die Frage: „Was feiern wir eigentlich?“

Folgt man der derzeitigen Diskussion, könnte man zu der Auffassung gelangen, wir feierten 40 Jahre Ausgrenzung von Schülerinnen und Schülern mit Lernproblemen. Dies trifft – vor allem auch die ältern Kolleginnen und Kollegen – die das Ziel ihrer Arbeit immer in der Eingliederung der Kinder und Jugendlichen gesehen haben. Nämlich der Eingliederung in Gesellschaft und Berufsleben.

Bei der Vorbereitung dieser Feier habe ich in unserem „Archiv“ gestöbert und bin unter anderem auf die Festschriften zur 20- und 25 Jahr-Feier gestoßen. (Für Interessierte habe ich sie ausgelegt.) Außerdem fand ich die von Dr. Peter Hübner verfasste - und in den Informationsheften des vds veröffentlichte - Festrede zum 30-jährigen Bestehen der Schule am Zwickauer Damm. In dieser Ansprache stellte Dr. Hübner zwei Besonderheiten der Schule in den Mittelpunkt:

 

-  die Ganztagesbetreuung mit dem Ansatz der Freizeiterziehung um Mängel im Bereich der  familiären Sozialisation auszugleichen und

-  die Berufsorientierung, um unseren Schülerinnen und Schüler bessere Startchancen auf einem immer stärker durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnetem Arbeitmarkt zu bieten.

Auch heute noch sind dies die unbestreitbaren Schwerpunkte und Stärken der Schule am Zwickauer Damm.

 Was die heutige Situation von der vor zehn Jahren unterscheidet, ist die Tatsache, dass nun die meisten Grundschulen und zunehmend auch die Sekundarschulen im Ganztagesbetrieb laufen und auch die Berufsorientierung über das Duale Lernen in den Sekundarschulen verankert ist.

Damit ist das einst konkurrenzlose Angebot der Schule am Zwickauer Damm zum Standard der Berliner Bildungslandschaft geworden und es stellt sich die Frage, was eine besondere Beschulung bestimmter Schülerinnen und Schüler rechtfertigt.

 Die Schülerinnen und Schüler, die heute unsere Schule besuchen, tun dies zum größten Teil deshalb, weil sie bzw. ihre Erziehungsberechtigten dies wünschen.

Eltern entscheiden sich für die Schule am Zwickauer Damm, da die überschaubare Schülerzahl und die Tatsache, dass jeder jeden kennt, den Kindern und Jugendlichen Sicherheit vermittelt.

Viele haben darunter gelitten, dass sie trotz intensiver Bemühungen der Lehrerinnen und Lehrer dem Unterricht nicht so folgen konnten wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

Von vielen wurde die Umschulung als Entlastung erlebt, die Erfolge stärken das Selbstbewusstsein und machen zusammen mit der Vermittlung von Unterrichtsinhalten, Sozial- und Personalkompetenzen die Integration ins Arbeitsleben möglich.

 Dennoch ist eine Stigmatisierung nicht von der Hand zu weisen. Ein ehemaliger Schüler beschreibt die Situation so:

 „Ich fand es nicht schön an einer Sonderschule zu sein und es war mir peinlich, dass ich an der Schule am Zwickauer Damm war fand ich gut.“

Abschließend möchte ich noch einmal Dr. Hübner zitieren.

 Er beendete seine Festrede mit den Worten

 

Suche – Unruhe – Veränderung- Erneuerung

Wir kommen niemals an

 Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer dass ich

meinen Kolleginnen und Kollegen sowie den ehemaligen Kollegen und den früheren Schulleiterinnen und Schulleitern dafür danken möchte, dass sie diese Wort immer beherzigen und beherzigt haben.

Dank gebührt auch der Schulaufsicht und den Mitarbeitern des Bezirksamts Neukölln, die neue Projekte unterstützten sowie den Freunden und Fördern – besonders genannt sei hier die Loge zu den drei Lilien – die uns mit Rat und finanzieller Unterstützung immer wieder zur Seite standen.

 Ich wünsche mir, dass Sie alle unsere Feier genießen. 

 

 

Barbara Gutmann (Schulleitung)

Schule_am_Zwickauer_Damm1@t-online.de
[googlec52a427e52b65c12.html]